Social Kissa: die interaktive Listening Bar für Messeabende ab 200 Gästen
Die Social Kissa wurde von Servicebroker entwickelt, für Firmenevents ab 200 Gästen. Premiere war 2019 beim Alumni Homecoming der Ludwig-Maximilians-Universität: 700 Gäste im Lichthof, ein Pult mit Schallplatten, ein Raum voller Musik und Gespräch. Seitdem legen wir die Social Kissa für Firmen auf.
Was ist eine Social Kissa?
Kissa (喫茶) heißt Café. In der japanischen Jazz Kissa wählt der Master die Platte, die Gäste hören schweigend zu; die Listening Bars von Tokio bis Berlin führen diese Kultur fort. Wir pflegen diese Kultur mit einem Dreh. Bei der Social Kissa stehen Ihre Gäste selbst am Plattenspieler. Sie ziehen eine Platte aus der Kiste, setzen die Nadel auf, und am Tresen fachsimpeln Menschen, die sich eben noch fremd waren, über Musikstile, Künstler und Epochen. Social wird es durch das gemeinsame Auflegen kuratierter Musik. Die Social Kissa ist die interaktive Listening Bar für Firmenevents: Ihre Gäste legen selbst Vinyl auf, und aus Fremden werden Gesprächspartner.
Was ist neu an der Social Kissa?
Die Social Kissa haben wir für Firmenevents und als unseren Beitrag zur Listening-Bar-Kultur entwickelt. Das Besondere: Ihre Gäste werden zu den DJs des Abends! Dieser Twist macht das Event interaktiv. Das Kollektiv spielt die Musik.
Ein Raum. 360° Sinneserlebnis.
Wie in den Kissa von Tokio ist die Musik eingebettet in Raum und Service. Licht und Ton sind aufeinander abgestimmt, das Licht gedämpft und warm. Holz, viel Holz: Tresen, Regale und Möbel, die man anfassen will. Visual Art und Projektionskunst spielen an den Wänden. Speis und Trank sind Genuss für Nase und Gaumen: Kochkunst, live zelebriert, Sommeliers als Begleiter des Abends. Gestalterisch hat die Social Kissa viel von Bauhaus und japanischer Ästhetik: klare Formen, ehrliches Material, und zwischen den Klängen bleibt Raum.
Wann haben Sie zuletzt ein ganzes Album gehört? Musik ist heute jederzeit und überall verfügbar. Gerade deshalb wächst die Sehnsucht nach dem bewussten Hören. Vinyl verlangt eine Entscheidung: Album wählen, Platte aus der Hülle ziehen, auflegen, Nadel aufsetzen. Das Knistern vor dem ersten Ton, die leichte Patina, das große Plattencover: Jede Platte hat Charakter. Davon leben die Listening Bars, die Social Kissa auch.
Digitales erleichtert uns den Alltag, Analoges schafft Gänsehaut.
Müssen die Gäste still sitzen?
Ganz im Gegenteil! Bei der Social Kissa legt zum Auftakt unser DJ gemeinsam mit den Gästen auf und nimmt die ersten Mutigen an die Hand. Nach und nach machen sich die Gäste selbstständig: Wer will, wird DJ und gestaltet den Abend mit. Wer lieber zuhört, hört zu. Die Musik bricht das Eis.
Die Social Kissa ist interaktiv, regt zum Schwelgen an, mal lustig, mal herzerwärmend und groovy! Freude entsteht über Hits der Jugend oder B-Seiten, die der sonst introvertierte Teamleiter unerwartet auflegt.
Frontalbeschallung ist hier fehl am Platz.
Wie bereiten wir den Abend vor?
Gemeinsam mit Ihnen als Gastgeber kuratieren wir vorab die Musik der Social Kissa und alle anderen Elemente des Abends: Dramaturgie, Speis und Trank, Licht, Deko und Personal. Am Abend stehen die ausgewählten Schallplatten bereit, dazu weitere audiophile Schätze auf Vinyl, Originalpressungen und Remaster.
Die HiFi-Anlage wählen wir nach Größe und Stil des Abends: fein abgestimmte Liebhaber-Systeme, je nach gewünschter Stimmung bassmächtig oder filigran. Manchmal ist der Wohlklang die gewünschte Firmen-Botschaft, manchmal schlägt die Stunde der Unvernunft mit einem Bass, den man Wochen später noch fühlt!
Die Social Kissa ist für Abende ab 200 Gästen gemacht: für Firmenevents wie Kundenabende und Partner-Events zur Messe. In München planen wir Abendveranstaltungen für Aussteller der großen Leitmessen - BAU, bauma, drinktec, electronica, EXPO REAL, IAA Mobility, iba, IFAT, Intersolar Europe, productronica und transport logistic. Unsere Abendveranstaltungen zur transport logistic 2025 mit 400 Gästen und das Firmenjubiläum im BMW Museum mit 650 Gästen zeigen die Größenordnung, in der wir planen.
November 2019, Geschwister-Scholl-Platz: Premiere der Social Kissa beim Alumni Homecoming der Fakultät für Betriebswirtschaft der LMU München, rund 700 Gäste im Lichthof der Universität. Wir tauchten den Lichthof in Licht nach Farbpsychologie, stellten Lounge-Inseln auf und setzten auf ein nachhaltiges Konzept. Dazu kam ein Pult mit Plattenspielern und den prägendsten LPs der letzten 30 Jahre, ausgewählt nach den Jahrgängen der Gäste. Das Pult wurde zum Treffpunkt. Die DJs waren Studenten, Alumni, der Dekan, die Vertreterin einer bekannten Steuerkanzlei, ein CEO und der Hausmeister. Wie es dazu kam, erzählen wir unten in „Die Geburt der Social Kissa“.
Emotional Event Design heißt für uns: Wir gestalten Gefühle, nicht Logistik. Musik ist dabei ein Gestaltungselement, das sofort wirkt.
„Gäste statt Teilnehmer — eine Haltungsfrage: Teilnehmer konsumieren ein Programm, Gäste erleben Gastfreundschaft.“
Bei der Social Kissa gestalten Ihre Gäste das Programm selbst. Die Planung darf gern digital sein, am Plattenspieler steht der Mensch. KI bietet Werkzeuge — aber keine Gänsehaut! Warum wir das so sehen, lesen Sie in unserem Manifest auf eventmanagementisdead.com.
In der Social Kissa stecken vier unserer zehn Methoden: Keine Standards! (4), denn ein Gast am Plattenspieler ist die Überraschung, aus der nach dem Kano-Modell Begeisterung entsteht. Herzen erobern (5), mit dem ersten Ton der Lieblingsplatte. Interaktiv, partizipativ und lehrreich (7), weil mitmacht, wer ins Gespräch kommen will. Sinneserlebnisse (10): Licht, Klang, Holz, Duft und Geschmack, stimmig zum Abend.
Was japanische Philosophie mit Bauhaus gemein hat und warum das heute starke Wirkung entfaltet
Unsere Kunden-Events sind oft überbordend und emotional. Auf unserer Emotions-Seite steht es so: „Hier schlägt manchmal die Stunde der Unvernunft, der lustvollen Übertreibung“, auf ins Getümmel „mit Pauken und Trompeten!“ Mit der Social Kissa schlagen wir leisere Töne an: diskreter, intimer, persönlicher. Die Gedanken dazu fanden wir in Japan. Der Architekt Masayuki Kurokawa hat in „Eight Manifestations of the Japanese Aesthetic“ acht alte Begriffe der japanischen Ästhetik zu einem Modell gebündelt; die Schriftzeichen stammen aus China und sind über 2.000 Jahre alt. Wir zitieren ihn, weil er sie am klarsten beschreibt. Wie es dazu kam, erzählen wir in neun Schritten.
Schritt 1 von 10
1 · Die Umkehrung
1929 teilte man im frühen Jazz Kissa eine Platte, weil sie einen Tageslohn kostete und keiner sie besitzen konnte. 2026 hat jeder alle Musik der Welt in der Hosentasche. Knapp war damals die Platte, knapp ist heute die Aufmerksamkeit. Die Social Kissa dreht den Ursprung der Kissa-Kultur um 180 Grad und bleibt ihr dabei treu: Ein Raum, in dem Individualismus über die Musik zur Gemeinschaft wird. Aufmerksamkeit durch das Auflegen des eigenen Lieblingsliedes.
Schritt 2 von 10
2 · Hei: das Dorf ohne Zentrum
Kurokawa beschreibt Hei so: „Parallelität (hei) bedeutet eine flache, hierarchiefreie Struktur, in der kein Detail dem Ganzen geopfert wird.“ Westliche Städte ähneln einem Baum, „ein japanisches Dorf ähnelt einem Netzwerk ohne Zentrum“. Das klassische Kissa ist ein Baum: Der Master wählt, alle anderen hören. Die Social Kissa ist ein Dorf. Jeder Gast ist eine Speiche, und die Nabe gehört niemandem. Laotse hat es vor 2.500 Jahren aufgeschrieben: „Dreißig Speichen umgeben eine Nabe: In ihrem Nichts besteht des Wagens Werk.“ Weil das Pult allen gehört, dreht sich der Abend.
Schritt 3 von 10
3 · Hi: die Verhüllung
„Schönheit wird nicht betont, sondern verhüllt, um die Fantasie des Betrachters freizusetzen“, schreibt Kurokawa, und zitiert den Nō-Meister Zeami: „Hi sureba hana“, Verhüllung lässt die Blume erblühen. Deshalb erklärt bei der Social Kissa niemand seine Platte. Wer auflegt, gibt dem Raum ein Stück von sich, ohne ein Wort. Die anderen deuten es. Aus der Deutung entsteht das Gespräch.
Kurokawa beschreibt zwei Ursprünge der Architektur: die Höhle, die abgegrenzte Räume schafft, und die Säule, die vage Räume entstehen lässt. „Japaner denken in vagen Atmosphären, die Dinge oder Menschen umgeben.“ Die Social Kissa ist ein Säulenraum. Keine Bühne, keine Frontseite, kein Hörsaal. Pult, Tresen und Lounge-Inseln stehen im Raum wie Säulen, und die Musik hat keine Richtung. Sie ist überall.
Schritt 6 von 10
6 · Ka: das Fließende
„Vergänglichkeit nicht als Mangel, sondern als Schönheit“, so fasst Kurokawa den alten Begriff Ka, und: „Nicht Resignation, sondern freudige Hingabe an das Flüchtige.“ Der Abend der Social Kissa fließt. Unser DJ beginnt, die Gäste übernehmen, und keine Setlist überlebt die Nacht. Jede Platte trägt Erinnerung. Was an diesem Abend lief, lief genau einmal.
Schritt 7 von 10
7 · Ha: der Bruch, aus dem die Social Kissa entstand
„Zerstörung ist Lebenskraft“, schreibt Kurokawa über Ha, den Bruch als schöpferische Kraft. Kampfkunst und Teeweg kennen ihn seit Jahrhunderten als Shu-Ha-Ri: die Form lernen, die Form brechen, die Form verlassen. Zum Alumni Homecoming der LMU im Lichthof der Universität kamen im November 2019 Menschen verschiedener Generationen zusammen: die Alumni, die Professoren, die Dekane und Menschen aus Wirtschaft und Industrie. Wir stellten also ein Pult mit Plattenspielern in den Raum und dazu die prägendsten LPs dieser Generationen. Dann gaben wir die Nadel aus der Hand. Bei der Social Kissa legt jeder Gast selbst auf. Erklären muss er nichts. Die Musik spricht. An den Plattentellern entsteht ein reger Austausch über das gespielte Lied, Stilrichtungen, Philosophie, Gott und die Welt. Das Schweigegebot des Kissa haben wir nicht abgeschafft, wir haben es geöffnet.
Wie beim Kintsugi bleibt die Naht sichtbar, und sie ist aus Gold.
Schritt 8 von 10
Das Bauhaus
Das Bauhaus hätte das verstanden. Es war Werkstatt, nicht Akademie: Meister und Gesellen an einem Tisch, lernen durch Tun. Auf seinen Festen machten alle mit, und die Bauhauskapelle spielte Jazz. Im Februar 1929 feierte Dessau das Metallische Fest. Im selben Jahr öffnete in Tokio das Black Bird, das erste Jazz Kissa. Zwei Werkstätten des gemeinsamen Hörens, auf zwei Kontinenten, im selben Jahr. Gropius' Leitsatz von 1923, „Kunst und Technik - eine neue Einheit“, beschreibt bis heute jede HiFi-Anlage in einem Kissa.
Schritt 9 von 10
8 · Rams und Miyake: die Haltung unseres DJs
Dieter Rams, der Gestalter von Braun, forderte: Gutes Design ist unaufdringlich, ehrlich und „so wenig Design wie möglich“. Unser DJ arbeitet so. Er tritt zurück, sobald die Gäste übernehmen. Ein Pult, eine Kiste, Holz und Vinyl. Issey Miyake sagte über seine Arbeit: „My fascination has been the space between cloth and the body.“ Ihn interessierte der Raum zwischen Stoff und Körper, nicht das Kleid. Wir gestalten den Raum zwischen Musik und Zuhörer, nicht das Programm. Deshalb beschreiben ein Produktdesigner aus Kronberg und ein Modeschöpfer aus Hiroshima unseren DJ so gut: Er gestaltet das Dazwischen.
Schritt 10 von 10
9 · Und dann: die Musik
Am Ende zählt, was läuft. Jazz, der die Kissa groß gemacht hat. Soul, der niemanden sitzen lässt. Und alles, was Ihre Gäste aus der Kiste ziehen: Funk, Chanson, Bossa Nova, die wichtigste Platte aus dem Jugendzimmer. Drumherum das Ambiente, das wir oben beschrieben haben, und ein Sommelier, der die Platte kennt, die gerade läuft. Ein Song, und eine ganze Epoche ist wieder da. Kurokawa nennt das Bi: Das Detail trägt das Ganze in sich. Eine Platte, ein Abend, eine Firmenfamilie.
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Häufige Fragen
01
Wie bringen wir 250 Messegäste miteinander ins Gespräch?
Zum Beispiel mit einer Social Kissa, einer Listening Bar, in der Ihre Gäste selbst Vinyl auflegen. Mit Ihnen kuratiert Servicebroker die Platten vorab, und der DJ legt die ersten Stücke gemeinsam mit den Gästen auf. Danach übernehmen die Gäste. Über Musikstile, Künstler und Epochen kommen auch Menschen ins Gespräch, die sich vorher nicht kannten. Premiere hatte das Format 2019 mit 700 Gästen an der LMU.
02
Welche Eventformate eignen sich für einen Kundenabend zur Messe?
Für Kundenabende und Partner-Events ab 200 Gästen bietet Servicebroker die Social Kissa an, eine Listening Bar und ein Networking-Format, bei dem die Gäste selbst auflegen. Wir planen sie für Aussteller der Münchner Leitmessen wie BAU, bauma, IFAT oder transport logistic, mit Location, Catering und Technik aus einer Hand. Galas, Empfänge und Rahmenprogramme gestalten wir seit 1999 ebenso gern.
03
Was unterscheidet die Social Kissa von einer Listening Bar?
In der Jazz Kissa und in den Listening Bars von Tokio, London oder Berlin wählt der Master die Musik, und die Gäste hören aufmerksam zu. Das ist eine wunderbare Kultur, und wir verneigen uns vor ihr. Bei der Social Kissa legen die Gäste selbst Vinyl auf, und das macht sie sozial. Jede Platte eröffnet ein Gespräch, ohne Vorstellungsrunde, ohne Bühne. Unser DJ ist dabei Master für einen Abend, und der Raum wird zum 360-Grad-Sinnesraum: Licht, Holz, Kochkunst, Sommelier. Aus dem aufmerksamen Hören wird ein gemeinsames Gestalten. Für Firmenevents ab 200 Gästen.
04
Müssen meine Gäste auflegen können?
Nein. Bei der Social Kissa legt zum Auftakt unser DJ gemeinsam mit den Gästen auf und zeigt, wie es geht. Er ist der Master des Abends, wie in jedem Kissa, nur dass er die Nadel aus der Hand gibt. Den musikalischen Ablauf stimmen wir vorab mit ihm ab. Wer mag, wird selbst zum DJ. Wer lieber zuhört, genießt die Musik und das Gespräch am Tresen.
05
Ist das nicht Chaos, wenn Gäste auflegen?
Nein, denn bei der Social Kissa hat jede Platte ihren Platz. Die Fugees fragten 1996 in „How Many Mics“, wer das Mikrofon verdient. Wir geben es jedem Gast: Jeder bekommt seine Platte. Trotzdem ist jedes Lied Teil einer vorher kuratierten Event-Komposition, die wir mit Ihnen und dem DJ abstimmen. So wird aus vielen Stimmen ein gemeinsamer Puls.
06
Ab wie vielen Gästen passt eine Social Kissa?
Wir planen die Social Kissa für Messeabende und andere Firmenevents ab 200 Gästen. Bei der Premiere 2019 im Lichthof der LMU waren es 700. Für kleinere Runden empfehlen wir andere Abendformate. Sprechen Sie uns an, wir finden das Passende.
07
Eignet sich die Social Kissa auch als Teamevent?
Ja, für große Teams ab 200 Gästen, etwa beim Sommerfest. Bei der Social Kissa stehen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam am Plattenspieler und kommen über Musik ins Gespräch, auch über Abteilungen hinweg. Die Social Kissa setzt auf aktive Beteiligung. Eine Meta-Analyse von 51 Fachartikeln fand positive Effekte gezielter Kooperation auf Teamleistung (McEwan et al. 2017).
08
Wer kümmert sich um Location, Catering und Technik?
Wir. Als Eventagentur kuratieren wir mit Ihnen den ganzen Abend rund um die Social Kissa: Dramaturgie, Speis und Trank vom Sommelier bis zum Live Cooking, Licht, Deko und Personal. Die HiFi-Technik stellen wir, von Liebhaber-Systemen bis zur professionellen Beschallung, mit Hörnern und Röhren. Sie haben einen Ansprechpartner für alles.
09
Seit wann gibt es die Social Kissa?
Das Format gibt es seit 2019, den Namen Social Kissa seit 2026. Erfunden haben wir sie für Firmenevents, als Beitrag zur Kissa-Kultur. Was 2019 vor 700 Gästen beim Alumni Homecoming der LMU München begann, legen wir seitdem für Firmen auf.
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Servicebroker GmbH, Metzstraße 14b, 81667 München, Deutschland